Die JF Olfen schnuppert Seeluft
Endlich war es wieder so weit - ein Sommerlager für das Jahr 2001 war geplant und die Vorfreude war groß.
Also machten wir uns am 11.August auf den Weg nach Harlesiel an der Nordsee. Der Campingplatz war den
Älteren schon sehr gut bekannt, da sie dort vor vier Jahren schon waren. Das Lager war schnell aufgebaut
und so erkundeten wir erst einmal den Ort. Durch Zufall fand in Harlesiel gerade ein Stadtfest statt, bei
dem sich alle verpflegt haben - wieder Essen kochen gespart. Natürlich gehört zu einem Zeltlager auch
eine eigene Fahne und so begaben wir uns nach unserem Stadtausflug daran eine künstlerisch wertvolle
Lagerfahne zu malen.
Der nächste Programmpunkt war dann der Sandburgenwettbewerb. Hier war der Phantasie keine Grenzen gesetzt
und so stand einer der Betreuer Modell für eine nicht weniger schöne Sandburg. Schwimmen im
Salzwasser-Wellenbad rundete unseren Tag ab.
Traditionell stand auch in diesem Jahr ein Ausflug zu einer der Nordsee-Inseln an. Wir haben uns für
Wangeooge entschieden. Also haben wir uns von einem Ausflugschiff zur Insel bringen lassen. Auf der Fahrt
dorhin konnten wir schon einen Blick auf die Seehundbänke werfen. Bei unseren ersten Erkundungen auf der
Insel sind wir zufällig auch mit der dortigen Feuerwehr in Kontakt gekommen, die gerade unterwegs war, um
einen Heuler (junger Seehund) aufzusammeln.
Die Feuerwehrleute haben uns direkt zu einer Besichtigung ihrer Feuerwehr eingeladen und dieses Angebot
haben wir natürlich gerne angenommen. Besonderes Interesse bei dieser Besichtigung fanden eine alte Opel
Blitz Drehleiter mit einem Elektromotor und ein Unimog mit Ballonreifen, um in das Watt fahren zu können.
Die Drehleiter war gerade nicht einsatzbereit, denn die Batterie war vollkommen leer. Die Rückreise wurde
allerdings anstrengender als wir dachten. Leider haben wir die Strecke von der Stadt bis zum Anleger ein
wenig unterschätzt und mussten so einen Spurt einlegen, um nicht auf der Insel übernachten zu müssen.
Einer der Höhepunkte des Lagers war die Besichtigung eines Seenot-Rettungskreuzers in Hooksiel. Wir haben
uns wirklich alle Einzelheiten dieses Schiffes erklären lassen. Vor allem die Möglichkeiten zur
Brandbekämpfung haben uns natürlich interessiert.
Auch zu unseren Nachbarn hatten wir ein gutes Verhältnis, also haben wir mit ihnen zusammen Lagerspiele
veranstaltet, bei denen wir z.B. Eier-Rugby gespielt haben.
Um auch etwas für die Bildung zu tun, machen wir selbstverständlich auch Halt vor einem Museum. Wir
besuchten das Sielhafenmuseum in Harlesiel, von dem eigentlich alle positiv überrascht wurden.
In der Mitte der Woche haben wir dann einen Ausflug nach Wilhelmshaven unternommen. Dort haben wir
zunächst das Marinemuseum besichtigt, bei dem es auf dem Freigelände ein U-Boot und ein Minensuchboot zu
sehen gab. Danach haben wir uns aufgrund des wirklich schlechten Wetters dazu entschieden ins Kino zu
gehen. Kulturell wertvoll erschien allen Beteiligten auch der Burger King in Wilhemshaven. Schlechtes
Wetter hat uns leider während der ganzen Zeit begleitet, was allerdings der Stimmung keinen Abbruch getan
hat.
Traditionell haben wir auch in diesem Lager den "Lagerheinz" vergeben. Gekrönt wurden diejenigen mit
einem besonderen Talent für blöde Fragen und Sprüche. Ein Spruch in dieser Kategorie könnte z.B. sein:
"Bei Ebbe ist Schwimmen verboten". Gekennzeichnet wurde der "Lagerheinz" in diesem Jahr mit einem JF-Helm,
der geschmückt war mit einem Stoffpapagei.
Insgesamt kann man sagen, dass das Lager allen viel Spaß gemacht und unseren Zusammenhalt weiter erhöht hat.